Von People Pleasing zu “ich weiß GENAU, was ich will”

Wenn wir uns in unseren Beziehungen immer wieder verlieren, steckt da häufig Folgendes dahinter: wir haben ein Muster der Anpassung, des People Pleasing oder Fawning. Wir achten immer eher darauf, wie es unserem Gegenüber geht, als uns selbst.

Oftmals, weil wir es genau so gelernt haben und es in dem Sinne sogar einfacher ist, als herauszufinden, was wir selbst eigentlich wollen.

Wenn wir dieses Muster sowieso schon haben — sprich:

  • wir wissen nicht genau, was wir wollen
  • es fällt uns schwer, Entscheidungen zu treffen
  • wir fragen ständig Freunde, Familie, Kollegen, was sie glauben, was das Richtige zu tun wäre

… dann verstärkt sich dies in Beziehungen häufig nochmal.

Wir geben unbewusst Verantwortung für uns selbst an unser Gegenüber ab. Und übernehmen Verantwortung für andere, wo sie gar nicht gefragt wird.

Wir wollen möglichst unkompliziert sein.

Nicht zu viel verlangen.

„Ach, ich komm damit schon klar. Ich kann wohl zurückstecken“

Was als gutmütige Selbstlosigkeit beginnt, endet oft in einer festgefahrenen Dynamik, wo wir weniger und weniger auf uns selbst acht geben.

Das passiert aber nicht ohne Konsequenzen:

  • Mit der Zeit werden wir häufig nachtragend. Wir hegen insgeheim ein Gräuel gegen unsere*n Liebste*n, weil sie ja immer bestimmen, was wir machen. Weil wir uns ja immer nach ihnen richten. Weil wir uns FÜR SIE selbst hinten anstellen.
  • Wenn unser Gegenüber das nicht auch macht, werden wir vielleicht sogar ein wenig wütend„ich nehme meine Bedürfnisse ja auch zurück, also sollst du das auch machen“.
  • Immer mehr finden wir uns in Momenten wieder, wo wir unzufrieden und unterschwellig genervt sind. Wir fangen vielleicht sogar an, an der Beziehung zu zweifeln, weil irgendwas nicht richtig ist. Und wir gestehen uns ein:Ich weiß gar nicht mehr, wer ich bin. Was ich eigentlich will.

– Du fragst dich vielleicht: Sollte sich der/die PartnerIn dann nicht einfach mehr bemühen und ändern?

Wir sehen im ersten Moment oft nur die äußere Komponente: der andere sollte sich mehr anstrengen, mehr kümmern, mehr Aufgaben übernehmen. Keine Frage, das kann ein Teil der Lösung sein.

Aber um dieses Muster IN UNS SELBST zu lösen, ist der wichtigste Schritt immer intern. Der erste Schritt ist es, SICH SELBST näher zu kommen. Den Anteilen zu begegnen, die genervt sind, die frustriert sind. Die verloren sind.

Die langfristige Lösung liegt in den seltensten Fällen darin, dass sich NUR der andere ändert. Solange wir die Glaubenssätze oder inneren Stimmen in uns aufrecht erhalten, die uns dazu bringen, so zu handeln, wie wir es tun, wird dieses Muster bestehen bleiben.

Wenn wir dieses Muster also aus vielen Beziehungen kennen, geht es hier genau darum.

Ich selbst kann ein Lied davon singen. Ich hatte immer tolle Ideen, wie meine Partner sich ändern könnten, damit es mirbesser geht: „Du musst mir besser sagen, was du willst. Du musst mich mehr fragen, was ich eigentlich will. Wenn du merkst, dass ich genervt bin, dann frag halt, was los ist.“

Das sind unschuldige Ideen, die mir als einzige Lösungen gekommen sind.

Aber ich kann dir versichern, sie haben langfristig sehr sehr wenig verändert.

Denn ich bin nicht dem Anteil in mir begegnet, der dafür verantwortlich war, dass ich meine Bedürfnisse, MEINE SEITE, immer wieder verlassen habe.

Hier lag der Schlüssel für nachhaltige Veränderung.

In dem Anteil UND in dem Anteil, der unterschwellige Genervtheit gezeigt hat.

Mehr noch in diesem sogar hahaha

Denn das ist das wohl Paradoxe: diese unterschwellige Genervtheit ist der einzige Anteil, an dem ich bisher versucht hatte zu „arbeiten“. Und zwar indem ich ihn beruhigen wollte. Indem ich ihn besänftigen wollte. Indem ich „durch ihn durchatmen“ wollte.

Als ich aber begonnen hatte, davon auszugehen, dass mit diesem Anteil absolut nichts verkehrt ist. Dass er sogar eine unglaubliche Ressource für mich ist — hat sich ALLES verändert.

Die unterschwellige Genervtheit, die verkappte Wut, der Gräuel,…

all das wurde dadurch, dass ich diesen Gefühlen in mir begegnet bin — zu POWER. Ich kann es nicht anders sagen. Es wurde zu genau dem Zündstoff, den ich die ganze Zeit gebraucht habe.

(Aber durch die bewusste Begegnung mit diesen Anteilen nicht durch die unbewusst überkochende Explosion)

Wo ich vorher nicht wusste, was ich eigentlich will, habe ich auf einmal gemerkt: „F*ck, ich weiß GENAU, was ich will“— ich hatte es mir nur vorher nicht erlaubt. „Ich weiß GENAU, was ich fühle.“

Und damit auch: ich weiß GENAU, wer ich bin. 😮‍💨

Wenn wir diesen INNEREN Schritt überspringen und einfach nur unsere Genervtheit oder Wut ausdrücken, aber weiterhin der Story glauben, dass DER ANDERE SCHULD ist, dann bleiben wir oft bei Aufgeben, Frustration oder Wutausbrüchen hängen, die auch nicht zu langfristiger positiver Veränderung führen.

Emotionale Intimität ist hier also der Schlüssel, weil wir erstmal Nähe mit uns selbst herstellen. Und davon ausgehen, dass wir + unser gesamtes Innenleben total Sinn machen. Dass hier Power und Intelligenz wohnt. Dass unsere Gefühle Sinn machen. Das ist übrigens auch eine Art des UnShamings – wo wir uns nicht länger sagen, dass unsere Gefühle, Wünsche und Emotionen falsch sind, sondern die Kraft und Weisheit darin erkennen.

→ Wenn du dir langfristige und nachhaltige Veränderung in deinem Leben, deinen Beziehungen und deiner Intimität wünschst, dann schau dir meine Einzelbegleitung an. Du musst dich hier nicht noch mehr anstrengen oder selbst optimieren, sondern es geht um das UnShaming deiner “Probleme”, die genau die Wegweiser sein können, die Türen öffnen (wie meine Wut im Beispiel oben). Diese Reise lohnt sich so sehr! Meine Begleitung dauert 3, 5 oder 8 Monte. Buche dein kostenloses Kennenlerngespräch hier.

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